Fotografie

Irina Werning – Back to the Future

Die argentinische Fotografin Irina Werning läßt in ihrem Projekt „Back to the Future“ Menschen aus aller Welt Posen ihrer Fotos aus der Kindheit und Jugend nachstellen.


Irina Werning

Elliott Erwitt

„Wenn Leute meine Bilder amüsant finden, dann freut mich das. Ich bin lieber amüsant als tragisch. Das ist nichts, was ich bewusst entscheide. Wenn das, was ich mache, unterhaltsam ist, dann freut mich das sehr. Aber ich lege es nicht darauf an.“ Elliott Erwitt

Elliott Erwitt

Diane Arbus

Ich habe gerade die Biografie „Schwarz & Weiß“ dieser außergewöhnlichen Frau gelesen und sie hat mich sehr berührt. Hier ein Zitat vom Klappentext des Buches: „Diane Arbus gehörte zu den größten amerikanischen Fotokünstlern des 20. Jahrhunderts.

Bis zu ihrem Selbstmord 1971 schuf sie eine neue Asthetik in der Fotografie. Ihre Portäts von Außenseitern und Freaks setzten Maßstäbe selbst für die Avantgarde.“

diane-arbus-photography.com

Exactitudes

Die zwei niederländischen Künstler Ari Versluis und Ellie Uyttenbroek stellen seit 1994 für ihr Projekt „Exactitudes“ jeweils zwölf Fotos von Menschen neben-einander, die sie auf der Straße fanden und
die sich exakt gleich stylten. Dabei werfen sie die Frage auf, wie modisch individuell der Einzelne im Zeitalterder globalen Marken und internationalen Trends wirklich ist.

Darüberhinaus ist es eine interessante Studie, die zeigt, wie der Mensch sich durch die Wahl seiner Kleidung bestimmten sozialen Gruppen bzw. Stereotypen zuordnen lässt.

www.exactitudes.com

Lillian Bassman

Die Grande Dame der Fotografie. Sie arbeitete in den 1940ger bis 1960ger Jahren als Fotografien bzw.
Art Directorin für Harper’s Bazaar und prägte dadurch maßgeblich die Modefotografie dieser Zeit. Sie
experimentierte viel mit Schatten- und Weichzeichnereffekten in der Dunkelkammer, so dass ihre Schwarzweissbilder eine malerische und entrückte Anmutung erhielten.

Thomas Demand

Thomas Demand ist ein Künstler, der dreidimensionale, lebensgroße Papiermodelle anfertigt. Als Vorlage dienen ihm Bilder aus den Medien, die meist im kollektiven Bewußtsein verankert sind. Seine erstellten Modelle werden von ihm abfotografiert und danach wieder zerstört. Zurück bleiben die Fotografien, die ausgestellt weden.

Spuren des abgebildeten Geschehens werden im Nachbau systematisch beseitigt, wie auch auf den Ursprungsfotografien vorhandenen Menschen. Zurück bleiben nur die „Tatorte“ der Ereignisse, die uns bekannt erscheinen und trotzdem eine eigentümliche Fremdheit ausstrahlen.

Thomas Demand ist bis zum 17. Januar 2010 in der
Neuen Nationalgalerie in Berlin in einer umfassenden Einzelausstellung zu sehen.

www.thomasdemand.de

Howard Schatz – Waterdance

Wunderschöne Unterwasserbilder des amerikanischen Fotografen Howard Schatz aus seinem 1995 veröffentlichten Buch „Waterdance“. Howard Schatz hatte viele Jahre in San Francisco Mode und Werbung fotografiert und machte Bildbände über Karrierefrauen („Gifted Women“), Obdachlose („Homeless“) und Rothaarige („Seeing Red“). Die Idee zu „Waterdance“, kam dem Balettliebhaber, nachdem er vergeblich versucht hatte, sich der Faszination des Wechselspiels von Mensch und Wasser über ganz normale Leute zu nähern: Er ließ Freunde in den Pool hopsen, kleine Kinder planschen oder Wettkampfschwimmer ihre Bahnen ziehen. „Das Ergebnis war enttäuschend, die Bilder waren entweder langweilig oder lächerlich.“

Bis Katita Waldo zum ersten Mal für ihn unter Wasser tauchte. Haare wie ein Flammenbüschel, den durchtrainierten Körper einer Tänzerin und die helle Haut vieler Rothaariger, die unter Wasser den schimmernden Farbton von Alabaster annahm. Der Künstler hatte seine Muse gefunden. Was die Arbeit für Katita so einmalig gemacht habe, war das Gefühl fast völliger Gewichtslosigkeit, das Tänzer so nicht kennen. Ein Tanz ohne Anstrengung und Kanten, wie in Zeitlupe…